Satzung

Satzung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde e. V. Ffm.-Höchst

§1 Name und Sitz Der Name des Vereins ist: Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. Er hat seinen Sitz in Ffm.-Höchst. Er ist am 8.3.1894 gegründet und ist in das Vereinsregister von Ffm.-Höchst eingetragen. §2 Zweck des Vereins Der Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und volksbildnerische Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24.12.1953, und zwar durch Förderung der geschichtlichen Wissenschaften im allgemeinen, insbesondere durch Erforschung der Vergangenheit des Stadtteils Ffm.-Höchst und des ehemaligen Herzogtums Nassau sowie durch Sammlung und Erhaltung von Altertümern und Gegenständen von geschichtlicher oder kulturgeschichtlicher Bedeutung. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Der Verein verfolgt seinen Zweck: a) durch Vorträge, Führungen und Ausflüge, b) durch Herausgabe, Anregung oder Unterstützung wissenschaftlicher Arbeiten, die geeignet sind, das Wissen um die Heimatgeschichte zu erweitern. c) durch Ausstellung von Altertümern und geschichtlich und kulturgeschichtlich bedeutungsvollen Gegenständen, d) durch Pflege von Beziehungen zu gleichstrebenden Vereinen. §3 Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember. §4 Mitgliedschaft Der Beitritt hat durch eine schriftliche Erklärung zu erfolgen. Die Mitgliedschaft wird durch die Zustimmung des Vorstandes wirksam. §5 Die Mitgliedschaft verpflichtet zur Zahlung des Jahresbeitrages nach jeweiliger Festsetzung durch den Vorstand. Der Beitrag ist jährlich zu entrichten. §6 Rechte der Mitglieder Die Mitglieder sind berechtigt: 1. zur Teilnahme und Abstimmung bei den Mitgliederversammlungen, 2. zur Teilnahme an den Zusammenkünften, Führungen und Ausflügen, 3. zum freien Besuch der Sammlungen an den vom Vorstand festgesetzten Tagen, 4. zur Benutzung der Vereinsbücherei nach der vom Vorstand aufgestellten Benutzungsordnung. §7 Ernennung von Ehrenmitgliedern Der Vorstand hat das Recht, Ehrenmitglieder auf Antrag von 10 Mitgliedern zu ernennen. §8 Erlöschen der Mitgliedschaft Die Mitgliedschaft erlischt: a) durch Tod, b) durch Kündigung des Mitgliedes, die schriftlich zu Händen des Vorstandes unter Einhaltung einer vierteljährigen Kündigungsfrist auf den Schluß eines Geschäftsjahres zu erklären ist, c) durch Streichung. Mitglieder, die mit ihrem Beitrag über den Schluß des Geschäftsjahres in Rückstand bleiben, können vom Vorstand nach fruchtloser Mahnung aus der Mitgliederliste gestrichen werden. d) durch Ausschluß. Dieser erfolgt durch den Vorstand. Mit der Mitgliedschaft erlöschen alle durch sie begründeten Rechte. Bereits gezahlte laufende Beiträge werden nicht zurückerstattet. §9 Vereinsorgane Organe des Vereins sind:
  1. Der engere Vorstand. Er besteht aus dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Schatzmeister, dem 1. und dem 2. Kustos. Der 1. Vorsitzende, im Behinderungsfalle der 2. Vorsitzende, ist Vorstand im Sinne des § 26 BGB.
  2. Der Gesamtvorstand. Er besteht aus a) dem engeren Vorstand, b) mindestens 4, von der Mitgliederversammlung zu wählenden Beisitzern. Der Vorstand ist berechtigt, sich durch beratende Mitglieder zu ergänzen. Alle Ämter werden ehrenamtlich wahrgenommen.
  3. Die Mitgliederversammlung, vgl. § 12 und 13.
Die Vorstandsmitglieder sind alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung neu zu wählen. Wiederwahl ist zulässig. § 10 Aufgaben des engeren Vorstandes Der engere Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er bereitet die Sitzungen des Gesamtvorstandes und die Mitgliederversammlungen vor. Der 1. Vorsitzende, im Falle seiner Behinderung der 2. Vorsitzende, beruft und leitet die Vorstandssitzungen und die Mitgliederversammlungen. Der Schriftführer führt den Schriftverkehr, der Schatzmeister die Kassengeschäfte. Die Kustoden betreuen die Sammlungen des Vereins. Der Schriftführer erstattet der Mitgliederversammlung den Jahresbericht, der Schatzmeister den Kassenbericht. Der Kassenbericht ist durch zwei von der Mitgliederversammlung gewählte, dem Vorstand nicht angehörende Kassenprüfer zu prüfen. § 11 Mitgliederversammlung Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jährlich nach Abschluß des Geschäftsjahres statt. Sie nimmt vom Vorstand den Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr und den Stand der Vereinsangelegenheiten, den Kassenbericht und den Bericht der Kassenprüfer entgegen und erteilt dem Vorstand Entlastung. Außerordentliche Mitgliederversammlungen müssen einberufen werden, wenn dies von einem Fünftel der Mitglieder beantragt wird. Zur Mitgliederversammlung werden die Mitglieder vom Vorstand mindestens 14 Tage vorher unter Angabe der Tagesordnung schriftlich eingeladen. Anträge zur Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung sind bis spätestens 8 Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich mit Begründung dem Vorstand einzureichen. § 12 Aufgaben der Mitgliederversammlung Die Mitgliederversammlung ist zuständig: 1. für Abänderung der Satzung, 2. zur Auflösung des Vereins oder seiner Verschmelzung mit einem anderen Verein. In beiden Fällen bedarf der Beschluß zur Gültigkeit einer Mehrheit von 2/3 der stimmberechtigten Anwesenden, für den Beschluß der Auflösung oder Verschmelzung außerdem der Anwesenheit der Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder. Ist die Hälfte nicht erschienen, so wird in einer neuen Mitgliederversammlung ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen mit 2/3 Stimmenmehrheit der stimmberechtigten Anwesenden über den Antrag beschlossen. Schriftliche Stimmvertretung durch Mitglieder ist gestattet. Bei den übrigen Vereinsangelegenheiten entscheidet einfache Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen, die vom 1. Vorsitzenden, im Falle seiner Behinderung vom 2. Vorsitzenden, und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist. § 13 Auflösung des Vereins Die Auflösung des Vereins kann nur nach Maßgabe von § 12 erfolgen. Im Falle der Auflösung fällt das gesamte Vermögen einschl. der Sammlungen an die Stadtgemeinde Frankfurt/Main, jedoch mit der Auflage, daß die Sammlungen in Höchst verbleiben, der Öffentlichkeit zur Besichtigung zugänglich gemacht werden und das sonstige Vermögen für diesen Zweck verwendet wird. Sollte die Stadt Frankfurt/Main die Übernahme unter den vorgenannten Bedingungen ablehnen, fällt das Vermögen einschl. der Sammlung mit der gleichen Auflage an das Nassauische Landesmuseum in Wiesbaden. Ffm.-Höchst, den 15. Mai 1956